Deutsche Marken · Nr. 36

Audi

Ursprünglich von August Horch gegründet. Seit 1965 Teil des Volkswagen-Konzerns. Die vier Ringe symbolisieren die 1932 fusionierten Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer.

Vom Zwickauer Horch-Erbe zu den vier Ringen

Die heutige AUDI AG geht auf August Horch zurück, der nach internen Differenzen in seinem ersten Zwickauer Unternehmen im Jahr 1909 die Audi Automobilwerke gründete. Das bekannte Logo der vier ineinander verschlungenen Ringe entstand 1932 durch den Zusammenschluss der Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union AG. Dieser Verbund bildete das Fundament für die technische Kompetenz in Ingolstadt, wo das Unternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg seinen Hauptsitz neu festigte.

Vorsprung durch Technik als strategischer Wendepunkt

Unter der Federführung von Ferdinand Piëch transformierte sich Audi in den 1970er und 1980er Jahren von der Mittelklasse-Option zur technologischen Speerspitze innerhalb des Volkswagen-Konzerns. Mit der Einführung des permanenten Allradantriebs Quattro im Jahr 1980 revolutionierte die Marke nicht nur den Rallyesport, sondern etablierte ein Alleinstellungsmerkmal für Serienfahrzeuge. Die konsequente Leichtbauweise durch den Audi Space Frame, wie er 1994 im ersten Audi A8 präsentiert wurde, untermauerte den Design- und Ingenieursanspruch 'Vorsprung durch Technik'.

Die Audi-Struktur im Volkswagen-Konzern

Zwar operiert Audi als rechtlich eigenständige Aktiengesellschaft, befindet sich jedoch seit dem Jahr 1965 in den Händen von Volkswagen, wobei nach einem Squeeze-out im Jahr 2020 nun 100 Prozent der Anteile bei der Volkswagen AG liegen. Das Unternehmen fungiert heute als Lead-Marke für die Premium-Markengruppe des Konzerns, zu der auch Luxushersteller wie Bentley und Lamborghini gehören. Die Produktion verteilt sich weltweit auf Standorte wie Ingolstadt, Neckarsulm, das ungarische Győr sowie Standorte in China und Mexiko.

Transformation in die elektrische E-Tron-Ära

In der aktuellen Marktposition fokussiert sich Audi auf den vollständigen Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor, der bis zum Jahr 2033 weitestgehend vollzogen sein soll. Mit der Einführung der E-Tron-Modellreihe und der Nutzung gemeinsamer Plattformen wie der PPE (Premium Platform Electric) zusammen mit Porsche sichert sich das Unternehmen Skaleneffekte im Luxussegment. Ziel ist es, die Profitabilität durch hochpreisige Modelle wie den Q8 e-tron und die A-Reihe im digitalen Zeitalter weiter zu steigern.