Startups · Nr. 36

Enpal

Photovoltaik-Mietmodell; Unicorn-Status 2021, seither einer der größten Solaranlagen-Vermittler Deutschlands.

Vom Berliner Startup zum First Mover im Solarmarkt

Mario Kohle gründete Enpal im Jahr 2017 in Berlin mit dem Ziel, den komplexen Prozess der Solaranlagen-Installation für Eigenheimbesitzer radikal zu vereinfachen. Das Unternehmen fokussierte sich frühzeitig auf eine Komplettlösung aus einer Hand, um die Hürden der hohen Investitionskosten und der aufwendigen Handwerkersuche zu eliminieren.

Das Mietmodell als Wachstumsmotor für die Energiewende

Kern des Geschäftsmodells ist ein Mietkauf-Konzept, bei dem Kunden keine fünfstelligen Euro-Beträge vorab zahlen müssen, sondern eine monatliche Gebühr entrichten. Nach einer Laufzeit von 20 Jahren gehen die Anlagen für einen symbolischen Euro in das Eigentum der Hausbesitzer über, wobei Wartung und Versicherung während der Vertragslaufzeit inklusive sind.

Finanzierungsschwergewichte und Unicorn-Status 2021

Enpal sicherte sich in mehreren Finanzierungsrunden das Vertrauen namhafter Investoren wie Softbank, Princeville Capital und HV Capital. Durch eine Bewertung von über einer Milliarde US-Dollar im Jahr 2021 stieg das Unternehmen zum ersten deutschen Solar-Unicorn auf und sicherte sich zudem Refinanzierungsrahmen in dreistelliger Millionenhöhe von Banken wie BlackRock und der DKB.

Vernetzung und Ausbau zum smarten Energie-Ökosystem

Über die reine Photovoltaik-Hardware hinaus hat das Berliner Unternehmen sein Portfolio um eigene Stromspeicher, Wallboxen und den Energiemanager 'Enpal.One' erweitert. Damit positioniert sich das Team um Kohle als ganzheitlicher Energiedienstleister, der die Dezentralisierung des deutschen Stromnetzes durch intelligente Vernetzung der installierten Anlagen vorantreibt.