Top 50 Umsatz · Nr. 07

BASF SE

Größter Chemiekonzern der Welt nach Umsatz. Der Verbund am Standort Ludwigshafen — über 200 Produktionsanlagen auf 10 km² — ist Vorzeigebeispiel für integrierte Chemieproduktion. Neben-, Zwischen- und Endprodukte werden über Rohrleitungen weitergegeben, was Effizienz und Emissionen entscheidend senkt.

Chemische Wertschöpfung in Ludwigshafen am Rhein

Die BASF SE steuert von ihrem Stammsitz in Ludwigshafen aus ein globales Netzwerk, das im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von rund 66 Milliarden Euro erwirtschaftete. Das Herzstück bildet das weltweit größte zusammenhängende Chemieareal, auf dem das Verbundprinzip durch ein 2.850 Kilometer langes Rohrleitungsnetz die effiziente Nutzung von Nebenprodukten als Rohstoffe für nachgelagerte Anlagen ermöglicht. Unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden Markus Kamieth fokussiert sich der Konzern auf die Transformation hin zu klimaneutralen Produktionsprozessen.

Segmentvielfalt von Agrarchemie bis Hochleistungskunststoffen

Das Portfolio gliedert sich in sechs Segmente, darunter Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Surface Technologies. Besonders prominent ist das Segment Agricultural Solutions, das mit Pflanzenschutzmitteln und Saatgutmarken wie LibertyLink international eine führende Rolle einnimmt. In der Automobilindustrie ist BASF zudem durch Marken wie Glasurit im Bereich der Fahrzeuglacke als bedeutender Zulieferer und Entwicklungspartner fest etabliert.

Globale Marktpräsenz und regionale Schwerpunkte

Obwohl Europa mit dem Standort Deutschland weiterhin den Kernmarkt bildet, investiert das 1865 als Badische Anilin- & Soda-Fabrik gegründete Unternehmen massiv in den asiatischen Markt. Ein zentrales Großprojekt ist der neue Verbundstandort in Zhanjiang, China, der mit Milliardeninvestitionen die Kapazitäten im asiatisch-pazifischen Raum langfristig absichern soll. In Nordamerika operiert der Konzern von Houston und Florham Park aus, um die dortigen Schiefergasvorteile für die Grundstoffchemie zu nutzen.

Forschungskapazitäten und Belegschaftsstruktur

Weltweit beschäftigt die BASF rund 112.000 Mitarbeiter, die an der Entwicklung innovativer Lösungen für die Batterietechnik und Kreislaufwirtschaft arbeiten. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben bewegen sich jährlich im Milliardenbereich, um die Marktführerschaft bei Spezialchemikalien und Katalysatoren zu verteidigen. Durch die konsequente Digitalisierung der Produktion und den Einsatz Erneuerbarer Energien zielt das Unternehmen auf eine Dekarbonisierung der energieintensiven Prozesse ab.