Top 50 Umsatz · Nr. 32

Beiersdorf AG

Nivea ist die weltweit größte Hautpflege-Marke, La Prairie das ertragsstarke Luxus-Segment. Das Wachstum in China (bis 2022 dominant) hat sich normalisiert; USA werden aggressiv ausgebaut.

Hamburger Tradition trifft auf globalen Hautpflege-Markt

Die 1882 von Paul C. Beiersdorf gegründete Beiersdorf AG steuert heute von ihrem modernen Campus im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel aus ein globales Kosmetik-Imperium. Unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden Vincent Warnery hat der Konzern im Geschäftsjahr 2024 die Umsatzmarke von rund 10 Milliarden Euro erreicht. Mit über 20.000 Mitarbeitern weltweit festigt das Unternehmen seine Position als einer der führenden Akteure im DAX-40-Index.

Dominanz von Nivea und Luxus-Wachstum durch La Prairie

Das Herzstück des Konzerns bildet das Consumer-Segment mit der Kernmarke Nivea, die als größte Hautpflegemarke der Welt gilt. Flankiert wird dieser Massenmarkt vom margenstarken Luxus-Bereich durch La Prairie sowie medizinischer Hautpflege unter den Namen Eucerin und Aquaphor. Diese Diversifizierung ermöglichte es Beiersdorf, trotz volatiler Rohstoffpreise stabil hohe operative Ergebnisse zu erzielen.

Strategischer Fokuswechsel von China Richtung Nordamerika

Während der chinesische Markt bis ins Jahr 2022 der zentrale Wachstumstreiber war, reagiert Beiersdorf auf die dortige Kaufzurückhaltung mit einer aggressiven Expansion in den USA. Insbesondere die Marken Eucerin und die 2021 übernommene Kultmarke Coppertone spielen eine Schlüsselrolle beim Ausbau der Marktanteile in Nordamerika. Diese regionale Umschichtung soll die Abhängigkeit vom asiatischen E-Commerce-Geschäft verringern.

Tesa als technisches Standbein neben dem Kosmetikgeschäft

Einzigartig für die Konzernstruktur ist die Klebstoffsparte Tesa, die als eigenständiger Teilkonzern innerhalb der Beiersdorf AG agiert. Tesa liefert hochspezialisierte Systemlösungen für die Automobil- und Elektronikindustrie und trägt damit zur industriellen Wertschöpfung des Hamburger Konzerns bei. Diese Zweigleisigkeit zwischen Konsumgütern und Industrieklebstoffen sorgt für eine solide Risikoverteilung im Portfolio.