Top 50 Umsatz · Nr. 49

Fraport AG

Hauptaktionäre sind das Land Hessen (~ 32 %) und die Stadtwerke Frankfurt Beteiligungen (~ 20 %); Fraport ist damit faktisch ein Staatsunternehmen mit Börsennotierung.

Drehkreuz Frankfurt als wirtschaftliches Fundament

Die Fraport AG operiert vom Hauptsitz am Flughafen Frankfurt am Main aus und bildet mit diesem Standort das Rückgrat der deutschen Luftfahrtinfrastruktur. Im Geschäftsjahr 2024 steuert der Konzern auf einen Umsatz von rund 4 Milliarden Euro zu, womit er seine Position als einer der weltweit führenden Flughafenbetreiber festigt. Die wirtschaftliche Stabilität wird dabei maßgeblich durch die enge Verflechtung mit dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt gesichert, die gemeinsam die Mehrheit der Anteile halten.

Vier Säulen der operativen Ertragsstruktur

Das Geschäftsmodell gliedert sich in die vier Segmente Aviation, Ground Handling, Retail & Real Estate sowie International Activities & Services. Während das klassische Fluggeschäft und die Bodenverkehrsdienste am Standort Frankfurt das Kerngeschäft bilden, sorgen die Einzelhandelsflächen und Immobilienbewirtschaftungen für margenstarke Ergebnisbeiträge. Unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Stefan Schulte transformiert sich das Unternehmen zunehmend zu einem integrierten Mobilitäts- und Erlebnisdienstleister.

Internationale Expansion von Lima bis Antalya

Über den Standort Frankfurt hinaus ist die Fraport AG durch ihre Marke 'Fraport Greece' und Beteiligungen an 14 griechischen Regionalflughäfen international stark engagiert. Zum globalen Portfolio gehören zudem bedeutende Projekte wie der Flughafen Lima in Peru sowie die Beteiligung am Airport in Antalya. Diese Diversifizierung ermöglicht es dem Konzern, von globalen Touristenströmen zu profitieren und die Abhängigkeit vom deutschen Heimatmarkt schrittweise zu reduzieren.

Beschäftigungsanker und technologische Entwicklung

Mit weltweit rund 18.000 Mitarbeitern zählt der Fraport-Konzern zu den größten Arbeitgebern in der Rhein-Main-Region. Das Unternehmen investiert massiv in die Modernisierung der Infrastruktur, wobei der Bau des neuen Terminals 3 in Frankfurt als eines der größten privaten Infrastrukturprojekte Europas gilt. Diese Erweiterung soll die Kapazitäten langfristig sichern und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Hubs im Nahen Osten und anderen europäischen Metropolen wahren.