Top 50 Umsatz · Nr. 42

Knorr-Bremse AG

Kontrolliert durch die Familie Thiele (Erben von Heinz Hermann Thiele, verstorben 2021). Die Familienholding Stella Vermögensverwaltung hält rund 59 %.

Münchner Global Player unter Kontrolle der Familie Thiele

Die Knorr-Bremse AG bildet das industrielle Herzstück des Thiele-Erbes und wird maßgeblich über die Familienholding Stella Vermögensverwaltung gesteuert. Nach dem Tod des prägenden Patriarchen Heinz Hermann Thiele im Jahr 2021 blieb das Unternehmen mit Hauptsitz in München fest in familiärer Hand, wobei die Erben rund 59 Prozent der Stimmrechte kontrollieren. Unter dem Vorstandsvorsitzenden Marc Llistosella behauptet sich der Konzern als technisch führender Erstausrüster im Bereich Bremssysteme.

Dominanz in den Segmenten Schiene und Nutzfahrzeuge

Das operative Geschäft gliedert sich strikt in die beiden Divisionen Systeme für Schienenfahrzeuge und Systeme für Nutzfahrzeuge. Während Knorr-Bremse bei Zügen Ausrüstungen für den Hochgeschwindigkeitsverkehr wie den ICE liefert, fokussiert sich die Lkw-Sparte auf elektronische Bremssysteme und Lenktechnik für Schwerlastverkehr. Im Geschäftsjahr 2024 steuert der Konzern auf einen Umsatzrekord von rund 8 Milliarden Euro zu, getrieben durch eine starke Nachfrage nach sicherheitskritischen Komponenten.

Globale Präsenz von Nordamerika bis Asien

Rund 33.000 Mitarbeiter weltweit sichern die Marktführerschaft des seit 1905 bestehenden Traditionsunternehmens ab. Neben dem europäischen Kernmarkt spielen vor allem die Region Nordamerika durch die Marke Bendix und der asiatische Raum eine entscheidende Rolle für das Wachstum. Die internationale Aufstellung ermöglicht es Knorr-Bremse, lokale Anforderungen an Bremskraft und Sicherheitstechnik direkt in den großen Automobil- und Schienenzentren der Welt zu bedienen.

Technologische Evolution durch strategische Zukäufe

Um die Position gegen Wettbewerber zu verteidigen, investiert Knorr-Bremse massiv in die Digitalisierung der Schiene und das automatisierte Fahren bei Nutzfahrzeugen. Wichtige Zukäufe wie die Übernahme des konventionellen Bahnsignalisierungsgeschäfts von Alstom stärken das Profil als Komplettanbieter für Infrastruktur und Mobilität. Dieser strategische Ausbau sorgt dafür, dass die Münchner über die reine Mechanik hinaus zur digitalen Steuerzentrale moderner Flotten werden.