Rewe kombiniert das Vollsortiment (Rewe-Märkte) mit dem Discount-Format Penny. Zusätzliche Standbeine sind der Convenience-Bereich (Rewe To Go) und der Online-Lebensmittelhandel (Rewe Lieferservice).
Milliardenumsatz und kölsche Wurzeln unter Lionel Souque
Die Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften, heute bekannt als Rewe Group, hat ihren Hauptsitz seit ihrer Gründung im Jahr 1927 in Köln. Unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden Lionel Souque steigerte die genossenschaftlich organisierte Gruppe ihren Außenumsatz im Geschäftsjahr 2023 auf rund 92 Milliarden Euro. Diese Summe unterstreicht die Position als einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Europa.
Zweisäulenstrategie mit Rewe-Vollsortiment und Penny-Discount
Das Kerngeschäft in Deutschland wird maßgeblich durch die rund 3.800 Rewe-Märkte geprägt, die als Vollsortimenter sowohl Markenartikel als auch Eigenmarken wie Ja! und Rewe Beste Wahl führen. Ergänzt wird dieses Segment durch die Discount-Tochter Penny, die mit ca. 2.130 Standorten bundesweit preisbewusste Käufer anspricht. Die Verzahnung dieser beiden Formate ermöglicht es dem Konzern, unterschiedliche Marktsegmente zeitgleich zu bedienen.
Convenience-Sparte und digitale Vorreiterrolle im Lieferservice
Mit dem Format Rewe To Go reagiert das Unternehmen auf den Trend zum schnellen Verzehr, wobei Kooperationen wie mit den Aral-Tankstellen die physische Präsenz erhöhen. Parallel dazu investiert die Gruppe massiv in den Rewe Lieferservice und Abholservice, um die Marktführerschaft im deutschen Online-Lebensmittelhandel zu verteidigen. Eigene Logistikzentren in Städten wie Köln oder Berlin sichern hierbei die lückenlose Kühlkette bis an die Haustür.
Internationale Expansion und Beschäftigung von 390.000 Mitarbeitern
Die Rewe Group ist über die Landesgrenzen hinaus in zehn weiteren europäischen Ländern aktiv, wobei die Tochtergesellschaft Billa in Österreich eine marktbeherrschende Stellung einnimmt. Insgesamt beschäftigt der Konzern rund 390.000 Mitarbeiter, davon über 280.000 allein am deutschen Heimatmarkt. Neben dem Lebensmittelhandel bildet die Touristiksparte mit der DERTOUR Group ein weiteres volatiles, aber umsatzstarkes Standbein des Kölner Riesen.