Top 50 Umsatz · Nr. 08

Siemens AG

Nach jahrzehntelanger Portfolio-Bereinigung heute konzentriert auf Digital Industries (Automatisierung, Industriesoftware), Smart Infrastructure (Gebäudetechnik), Mobility (Züge — u. a. ICE) und über 75 % an Siemens Healthineers. Die Energiesparte wurde 2020 als Siemens Energy abgespalten, die Kommunikationssparte bereits um 2000 als Infineon.

Vom Elektrotechnik-Pionier zum globalen Technologieführer

Die 1847 von Werner von Siemens und Johann Georg Halske in Berlin gegründete Siemens AG hat ihren Hauptsitz heute in München und Berlin. Mit einem Umsatz von rund 75,9 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2024 fungiert der Konzern als Herzstück der deutschen Industrie-Digitalisierung. Unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden Roland Busch beschäftigt das Unternehmen weltweit etwa 312.000 Mitarbeiter, um technologische Lösungen für die Industrie, Infrastruktur und Mobilität zu entwickeln.

Automatisierung und Software als Ertragsperlen

Das Segment Digital Industries bildet das technologische Rückgrat und fokussiert sich auf die Automatisierung der Fertigungs- und Prozessindustrie. Hier verbindet Siemens die reale Welt der Fabriken mit Softwarelösungen wie MindSphere oder dem Teamcenter-Portfolio, um die Produktivität in Branchen wie dem Automobilbau zu steigern. Diese Sparte trägt signifikant zur hohen Profitabilität des Gesamtkonzerns bei und festigt Siemens’ Rolle als Wettbewerber zu Softwaregiganten.

Infrastruktur und die Schiene als Wachstumstreiber

Im Bereich Smart Infrastructure bündelt Siemens die Gebäudetechnik sowie die Steuerung von Energienetzen, während Siemens Mobility den global bekannten ICE produziert. Die Schienensparte profitiert von staatlichen Infrastrukturprogrammen und dem Trend zur Dekarbonisierung des Verkehrs. Trotz der Abspaltung von Siemens Energy hält der Konzern weiterhin eine Mehrheitsbeteiligung von rund 75 Prozent am Medizintechnik-Spezialisten Siemens Healthineers.

Globale Präsenz und strategische Neuausrichtung

Regional betrachtet sind Europa, die USA und China die wichtigsten Absatzmärkte für die Münchner, wobei die USA zuletzt das stärkste Wachstum verzeichneten. Die konsequente Portfolio-Bereinigung, die zum Verkauf der Handy-Sparte und der Abspaltung von Infineon oder Osram führte, hat Siemens in ein fokussiertes Technologieunternehmen transformiert. Durch diese Strategie zielt der Konzern darauf ab, Hardware mit margenstarkem Cloud- und Service-Geschäft zu verknüpfen.