Top 50 Umsatz · Nr. 01

Volkswagen AG

Umsatzstärkster deutscher Konzern und viertgrößter Autobauer der Welt: Zum Konzern gehören VW Pkw, Audi, Porsche, Skoda, Seat/Cupra, Ducati sowie die Nutzfahrzeugmarken MAN und Scania unter Traton. Ankeraktionäre sind die Porsche SE (Familien Porsche/Piëch, ~ 32 % Stimmrechte), das Land Niedersachsen (~ 20 %) und die Qatar Investment Authority.

Wolfsburger Gigant mit 322 Milliarden Euro Rekordumsatz

Die Volkswagen AG hat im Geschäftsjahr 2023 ihre Position als umsatzstärkster deutscher Konzern mit einem Erlös von rund 322,3 Milliarden Euro gefestigt. Unter der Leitung von Vorstandsvorsitzendem Oliver Blume steuert das Unternehmen von Wolfsburg aus ein globales Netzwerk, das die Transformation zur Elektromobilität in den Mittelpunkt stellt. Mit über 680.000 Mitarbeitern weltweit bleibt die VW-Gruppe der zentrale industrielle Arbeitgeber in der Bundesrepublik.

Mehrmarkenstrategie von Volumen bis Luxus

Das operative Geschäft gliedert sich in verschiedene Markengruppen, wobei Volkswagen Pkw, Škoda und SEAT/CUPRA das Volumensegment abdecken. Die Markengruppe Core erwirtschaftete zuletzt einen signifikanten Anteil des operativen Ergebnisses, während die Premium- und Sportsegmente durch Audi und Porsche die höchsten Margen beisteuern. Ergänzt wird das Portfolio durch die Traton SE, in der die schweren Nutzfahrzeugmarken MAN und Scania gebündelt sind.

Stabilität durch niedersächsische und dynastische Ankeraktionäre

Die Eigentümerstruktur der 1937 gegründeten Aktiengesellschaft sichert dem Konzern langfristige Stabilität gegenüber feindlichen Übernahmen. Die Porsche Automobil Holding SE hält mit rund 31,9 Prozent die größte Beteiligung am gezeichneten Kapital, während das Land Niedersachsen über das VW-Gesetz und einen Anteil von rund 20 Prozent der Stimmrechte weitreichende Kontrollmöglichkeiten besitzt. Der Staatsfonds aus Katar fungiert als dritter großer Ankeraktionär im Aufsichtsrat.

Regionale Schwerpunkte zwischen China und Nordamerika

Geografisch bildet der chinesische Markt seit Jahrzehnten das Rückgrat des Konzerns, wobei Volkswagen dort über Joint Ventures wie SAIC-VW und FAW-VW agiert. In Nordamerika forciert das Unternehmen derzeit den Aufbau einer eigenen Batteriezellfertigung und die Einführung der Marke Scout, um die Abhängigkeit vom asiatischen Raum zu diversifizieren. Die europäischen Werke, insbesondere das Stammwerk Wolfsburg, werden parallel für die Produktion der ID-Modellfamilie modernisiert.