BASF hat 2024 die Ausgliederung der Agrarchemie-Sparte und den Teilbörsengang der Batteriematerialien-Sparte angekündigt. Der Konzern soll deutlich fokussierter werden.
Ludwigshafener Traditionskonzern im DAX-Kernsegment
Die BASF SE gehört als Schwergewicht im Deutschen Aktienindex zu den weltweit führenden Chemieproduzenten und steuert von Ludwigshafen am Rhein aus einen globalen Verbund an Produktionsstandorten. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 40 Milliarden Euro im Jahr 2025 bleibt das Unternehmen ein zentraler Pfeiler für institutionelle Investoren am deutschen Kapitalmarkt. Die Börsenhistorie der Aktie reicht tief in das vergangene Jahrhundert zurück, wobei die heutige Struktur maßgeblich durch die Neuausrichtung nach dem Zweiten Weltkrieg und die Expansion in den 1950er Jahren geprägt wurde.
Institutionelle Ankeraktionäre und Streubesitz
Die Aktionärsstruktur der BASF ist durch einen hohen Anteil internationaler institutioneller Anleger gekennzeichnet, wobei BlackRock Inc. seit Jahren eine bedeutende Position als einer der größten Einzelaktionäre einnimmt. Der Großteil der Anteile befindet sich im Streubesitz, was die Aktie zu einem hochliquiden Wertpapier für private und gewerbliche Depots macht. Regionale Schwerpunkte der Investoren finden sich neben Deutschland vor allem in den USA und dem Vereinigten Königreich.
Strategischer Umbau durch Teilbörsengänge
Um den Börsenwert zu steigern und die oft kritisierte Komplexität des Konzerns zu reduzieren, hat der Vorstand unter Markus Kamieth die Ausgliederung der Agrarchemie-Sparte eingeleitet. Die Pläne sehen zudem vor, das zukunftsträchtige Geschäft mit Batteriematerialien durch einen Teilbörsengang eigenständiger zu positionieren. Dieser Schritt soll Kapital für die Transformation zur Klimaneutralität freisetzen und die Bewertungslücke gegenüber spezialisierten Wettbewerbern schließen.
Dividendenkontinuität trotz industriellem Wandel
BASF verfolgt traditionell eine attraktive Ausschüttungspolitik und strebt eine jährliche Steigerung oder zumindest die Stabilität der Dividende an. Selbst in Phasen hoher Investitionen in die Dekarbonisierung zahlte der Konzern Milliardenbeträge an seine Anteilseigner aus, was den Titel als klassischen Dividendenwert im DAX etabliert hat. Die Refinanzierung dieser Zahlungen wird zunehmend durch strikte Kosteneinsparungen an europäischen Standorten und den Ausbau des Neugeschäfts in Asien, insbesondere am Standort Zhanjiang, sichergestellt.