Nach dem Corona-Einbruch 2020/21 hat die Passagierzahl 2024 rund 90 % des Vor-Corona-Niveaus erreicht. Der neue Terminal 3 startet 2026.
Vom Frankfurter Flugfeld zum MDAX-Konzern
Die Fraport AG blickt auf eine einhundertjährige Geschichte zurück, die 1924 mit der Gründung der Südwestdeutschen Luftverkehrs AG begann. Der entscheidende Schritt an den Kapitalmarkt erfolgte im Juni 2001, als das Unternehmen unter dem Vorstandsvorsitz von Wilhelm Bender zu einem Emissionspreis von 35 Euro an die Frankfurter Wertpapierbörse ging. Heute ist das Papier ein etablierter Bestandteil des MDAX und bildet eines der wichtigsten Schwergewichte im Segment der deutschen Infrastrukturwerte.
Stabile Aktionärsstruktur zwischen Staat und Privatwirtschaft
Die Eigentümerstruktur der Fraport AG zeichnet sich durch eine starke öffentliche Bindung aus, wobei das Land Hessen und die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH zusammen die Mehrheit der Anteile halten. Als dritter Großaktionär agiert der Airline-Partner Lufthansa, was die enge Verzahnung zwischen dem Flughafenbetreiber und seinem wichtigsten Kunden am Drehkreuz Frankfurt unterstreicht. Der Streubesitz liegt bei rund 28 Prozent, wodurch die Aktie trotz der staatlichen Ankeraktionäre eine ausreichende Handelsliquidität für institutionelle Investoren bietet.
Marktkapitalisierung und Erholungspfad nach der Krise
Mit einer Marktkapitalisierung von rund 5 Milliarden Euro im Jahr 2025 spiegelt der Börsenwert die schrittweise Rückkehr zur operativen Normalität nach den massiven Verwerfungen der Pandemiejahre wider. Während der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen bereits neue Höchstmarken ins Visier nimmt, lastet die hohe Verschuldung aus der Ausbauphase noch auf der Bewertung der Eigenkapitalbasis. Das Unternehmen profitiert dabei zunehmend von seinen internationalen Beteiligungen, insbesondere den profitablen Flughäfen in Griechenland und der Türkei.
Kapitalallokation und Zukunftsausblick Terminal 3
Die Dividendenpolitik der Fraport AG war in den letzten Jahren durch eine Nullrunde geprägt, um die Liquidität während der Bauphase des neuen Terminals 3 zu sichern. Ab dem Jahr 2026, wenn das neue Terminal im Süden des Flughafengeländes den Betrieb aufnimmt, rechnen Analysten mit einer Wiederaufnahme der Ausschüttungen an die Aktionäre. Die Milliardeninvestition in die Kapazitätserweiterung gilt als entscheidender Hebel, um das Bauwerk Frankfurt langfristig gegenüber der Konkurrenz in London, Paris und Dubai zu behaupten.