Top 50 Wert · Nr. 41

LEG Immobilien SE

Die Bewertung hat 2022/23 wegen der Zinswende ~ 60 % verloren. Erholung seit Ende 2023, aber weiter deutlich unter dem Höchststand.

Vom landeseigenen Wohnungsriesen zur MDAX-Größe

Die LEG Immobilien SE mit Sitz in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf entstand ursprünglich aus der Privatisierung der Landesentwicklungsgesellschaft NRW im Jahr 2008. Der entscheidende Sprung auf das Parkett erfolgte im Februar 2013 zu einem Emissionspreis von 44,00 Euro je Aktie. Heute ist das Unternehmen fest im MDAX der Deutschen Börse etabliert und fokusiert sich als reiner Wohnungsbestandshalter primär auf den heimischen Markt in Nordrhein-Westfalen.

Marktkapitalisierung im Spannungsfeld der Zinswende

In der Niedrigzinsphase kletterte der Börsenwert der LEG zeitweise bis auf ein Rekordhoch von über 130 Euro pro Aktie im Sommer 2021. Die geldpolitische Kehrtwende der EZB im Jahr 2022 löste jedoch eine massive Korrektur aus, die den Marktwert zwischenzeitlich um rund 60 Prozent einbrechen ließ. Zum Stand 2025 hat sich die Marktkapitalisierung bei rund 6 Milliarden Euro stabilisiert, womit die LEG weiterhin zu den bedeutendsten börsennotierten Vermietern Deutschlands zählt.

Institutionelle Ankeraktionäre und Streubesitz

Die Aktionärsstruktur der Düsseldorfer ist fast vollständig durch institutionelle Investoren geprägt, wobei der Streubesitz nahezu 100 Prozent beträgt. Zu den einflussreichsten Anteilseignern gehört traditionell der US-Vermögensverwalter BlackRock, gefolgt von der norwegischen Norges Bank und dem Finanzriesen Vanguard. Diese internationale Investorenbasis sorgt für eine hohe Liquidität im täglichen Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse.

Strategiewechsel bei der Dividendenpolitik

Lange Zeit galt die LEG unter dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Lars von Lackum als verlässlicher Dividendenzahler mit Fokus auf den FFO (Funds from Operations). Bedingt durch die Immobilienkrise und notwendige Entschuldungsmaßnahmen wurde die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2022 zeitweise ausgesetzt, um die Liquidität zu sichern. Seit 2023 verfolgt das Management wieder eine aktionärsfreundlichere Linie, die Ausschüttungen enger an den bereinigten freien Cashflow koppelt.