Top 50 Wert · Nr. 35

Puma SE

Puma hat unter dem langjährigen CEO Bjørn Gulden (heute Adidas) den Turnaround Anfang der 2010er geschafft. Seit 2023 wieder Bewertungsdruck.

Vom Herzogenauracher Erbe zum MDAX-Schwergewicht

Die Puma SE, die 1948 aus dem Zerwürfnis der Gebrüder Dassler hervorging, blickt auf eine bewegte Börsenhistorie zurück, die mit dem Börsengang im Jahr 1986 begann. Nachdem das Unternehmen lange Zeit im DAX gelistet war, erfolgte im September 2023 der Abstieg in den MDAX, wo Puma heute eine zentrale Rolle einnimmt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 6 Milliarden Euro im Jahr 2025 spiegelt der aktuelle Börsenwert die Konsolidierungsphase nach der Ära von Bjørn Gulden wider.

Ankeraktionäre und die Rolle von Artemis

Die Aktionärsstruktur der Raubkatze ist von einem strategischen Rückzug des Luxusgüterkonzerns Kering geprägt, der einst die Mehrheit hielt. Heute fungiert die Holding der Familie Pinault, Artemis, als wichtigster Großaktionär und hält knapp unter 30 Prozent der Anteile. Der Rest der Aktien befindet sich weitgehend im Streubesitz, was die Volatilität des Papiers bei konjunkturellen Schwankungen im Sportsektor erhöht.

Dividendenstrategie unter Arne Freundt

Trotz des gestiegenen Bewertungsdrucks hält Puma unter der Leitung von CEO Arne Freundt an einer verlässlichen Ausschüttungspolitik für seine Anteilseigner fest. Die Dividendenquote bewegt sich traditionell in einem Korridor zwischen 25 und 35 Prozent des Konzernergebnisses. Damit signalisiert das Management Vertrauen in die langfristige Cashflow-Stärke der Marke, auch wenn das globale Wachstumsumfeld im Vergleich zu den Rekordjahren abgekühlt ist.

Marktpositionierung im Schatten von Nike und Adidas

In der bayerischen Heimat Herzogenaurach steht Puma im ständigen Wettbewerb mit dem größeren Nachbarn Adidas um Marktanteile im Performance-Bereich und Lifestyle-Segment. Während die Bewertung von etwa 6 Milliarden Euro deutlich hinter den Branchenprimussen zurückbleibt, setzt Puma gezielt auf Kategorien wie Running und Teamsport, um die Profitabilität pro Aktie zu steigern. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der Erholung des wichtigen US-Marktes sowie der Expansion im asiatischen Raum.