Wertvollster deutscher Konzern nach Börsenwert und seit 2024 wieder klar die Nummer 1 im DAX. Fünf ehemalige IBM-Angestellte — Hasso Plattner, Dietmar Hopp, Klaus Tschira, Hans-Werner Hector und Claus Wellenreuther — gründeten SAP als Standardsoftware-Anbieter. Aus R/2 wurde R/3, aus R/3 die S/4HANA-Suite in der Cloud.
Dominanz im DAX40 und Durchbruch der 300-Milliarden-Euro-Marke
Die SAP SE hat sich im Jahr 2024 endgültig als das wertvollste börsennotierte Unternehmen Deutschlands etabliert und lässt Wettbewerber wie Siemens oder die Deutsche Telekom bei der Marktkapitalisierung weit hinter sich. Mit einer Bewertung, die Anfang 2025 die Marke von 300 Milliarden Euro testet, nimmt der Walldorfer Konzern eine Ausnahmestellung im DAX ein, wobei sein Gewicht im Index aufgrund der Kappungsgrenze regelmäßig angepasst werden muss. Dieser massive Wertzuwachs spiegelt das Vertrauen der Investoren in die Transformation vom klassischen Lizenzmodell hin zu wiederkehrenden Cloud-Umsätzen wider.
Vom Börsengang 1988 zur globalen Cloud-Plattform S/4HANA
Der Weg an die öffentlichen Kapitalmärkte begann für die damalige SAP GmbH am 4. November 1988 mit der Notierung an der Frankfurter Wertpapierbörse, damals noch unter der Leitung der Mitbegründer wie Hasso Plattner. Seither hat sich die technologische Basis von der ersten R/1-Generation über das legendäre R/3-System bis hin zur heutigen S/4HANA-Suite in der Azure-, AWS- oder Google-Cloud entwickelt. Diese technologische Evolution sicherte SAP die Position als Rückgrat der globalen Wirtschaft, da ein Großteil des weltweiten Transaktionsvolumens über Systeme aus Walldorf abgewickelt wird.
Stabile Dividendenpolitik und attraktive Aktionärsrenditen
Für Anleger gilt die Aktie trotz ihres Status als Wachstumswert im Softwaresektor als verlässlicher Dividendenzahler, wobei das Management eine Ausschüttungsquote von mindestens 40 Prozent des nachsteuerlichen Gewinns anstrebt. In den vergangenen Jahren wurde die Dividende kontinuierlich gesteigert oder zumindest stabil gehalten, ergänzt durch umfangreiche Aktienrückkaufprogramme in Milliardenhöhe. Dies unterstreicht die Strategie, den Shareholder Value parallel zum massiven Ausbau des Cloud-Geschäfts zu steigern.
Ankeraktionäre und die Rolle der Hasso-Plattner-Stiftung
Die Aktionärsstruktur ist geprägt von einer starken institutionellen Basis, wobei die Mitbegründer und deren Umfeld weiterhin bedeutende Anteile halten. Besonders Hasso Plattner bleibt über seine Stiftung und Privatbeteiligungen ein prägender Ankeraktionär, was dem Unternehmen trotz der globalen Ausrichtung eine gewisse Kontinuität in der strategischen Ausrichtung verleiht. Der Großteil der Aktien befindet sich jedoch im Streubesitz internationaler Investmentgesellschaften wie BlackRock, was die Bedeutung der SAP-Aktie in weltweiten Portfolios unterstreicht.